with julia lohmann

2012 wurde ich von den VeranstalterInnen der Vienna Design Week eingeladen, mit Julia Lohmann für drei Tage zusammen zu arbeiten. Julia Lohmann beschäftigt sich vertiefend mit Materialwerten. Seit 2007 arbeitet sie an der Ermittlung des Materialwerts von Konbu-Algen. Im Dialog mit WissenschaftlerInnen und HandwerkerInnen ist sie auf der Suche nach praktischen Anwendungsgebieten, in die diese spezielle Algen Art Einzug finden könnte; gleichzeitig versucht sie mit dieser kooperativen Arbeitsweise, in Form einer community of practice, eigene Verarbeitungstechniken für Algen zu generieren.
Bei unserem ersten Gespräch erzählte mir Julia von den Eigenschaften des Materials und stellte mir die Frage, welches Material damit kombiniert werden müsste, um einen Hut daraus zu machen,  da sie bereits von meiner Modistenausbildung wusste.
Die traditionellen Hutmaterialien konnten dabei nicht direkt in Betracht gezogen werden, da die ästhetischen Vorzüge des Algen-Materials nicht zu Geltung kommen würden. Ich erinnerte mich aber daran, im Zuge meiner Ausbildung, mit Rattan gearbeitet zu haben. Als wir uns dann in Wien trafen, begannen wir also mit Rattan und den Algen Skin on Frame Objekte zu bauen, die weit über einfache Hüte hinausragten.
Nach diesen drei intensiven und sehr anregenden Arbeitstagen setzten wir Zusammenarbeit fort; ich arbeitete mit Julia für eine Woche in Hamburg, dort lud sie mich ein, auch nach London zu kommen, da ihr vom Victoria und Albert Museum ein Residency Studio und ein Stipendium für ein halbes Jahr zugesprochen wurde. Im Frühjahr arbeiten wir dann gemeinsam am Aufbau des Departments of Seaweed am V&A in London.
http://www.julialohmann.co.uk/

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department of seaweed / community of pratice with julia lohmann / london V&A / 2013